Städtebaukonzept für "Stadtquartier am Wasser" in Leipzig

Städtebaukonzept für "Stadtquartier am Wasser" in Leipzig

Städtebauliches Konzept

Das Entwurfsareal liegt an der Schnittstelle der Stadtteile Lindenau und Plagwitz und ist einer der Entwicklungsbereiche in der Stadt Leipzig. Das Areal, welches sich seit der Wende als Industriebrache darstellt, verfügt über eine hohe Lagegunst innerhalb des Stadtkörpers: im Süden begrenzt und erschlossen von der Karl-Heine-Straße, einer der drei großen Stadtachsen von Leipzig und im Norden bogenförmig umschlossen vom Karl-Heine-Kanal, dem Herzstück des innerstädtischen Wasserwegverbundes.

Trotz der seit Jahren laufenden Stadtplanung und Umnutzung in unmittelbarer Nähe des Planungsgebietes, der Ansiedlung von Kreativwirtschaft und Kulturzentren von gesamtstädtischer Bedeutung, blieb das Gebiet bisher ungenutzt. Ziel war nun die Ausbildung eines neuen, urbanen Quartiers, das durch attraktive und nachhaltige Nutzungsstrategien zur Aufwertung des Stadtteils beiträgt.

Über die Analyse der in der Umgebung bestehenden Strukturen wird die Nutzung der Bebauung auf dem neuen Baugebiet abgeleitet. Aktiviert wird das Areal über gemeinschaftlich und öffentlich genutzte Gebäude direkt am Karl-Heine-Kanal. Vier starke Köpfe formulieren das Erlebbarmachen des Wassers für das gesamte Quartier und schließen zugleich durch kulturelle und kreative Nutzungen die Lücke zwischen den vorhandenen Zentren.

Für die Regelbebauung wird die sich von Osten her entwickelnde Wohnbebauung aufgenommen. Von Süden bildet das Gewerbe den maßgeblichen Einfluss.  Durch Verwebung dieser beiden Achsen ergeben sich die Gebiete mit Mischnutzung und reinem Wohngebiet.

Vier Quartiere bilden eindeutig definierte Nachbarschaften über gemeinschaftliche Höfe aus. Diese verzahnen sich mit einer klaren Figur als Gegenelement zu den öffentlich genutzten Kuben. Sondernutzungen (z.B. betreutes Wohnen | Künstlerhäuser | Quartierszentrum) innerhalb dieser Wohnhöfe begleiten die ost-westliche Durchwegung des Geländes ohne die städtebauliche Struktur zu schwächen.

Erschließung

Die einzelnen Quartiere bilden in sich adressbildende Plätze. Die Höfe selbst sind autofrei. Ein engmaschiges Netz fußläufiger Verbindungen verläuft in Ost-West-Richtung durch alle Bereiche und verknüpft die Bebauungsstruktur mit den angrenzenden Freiflächen.

Freiräume

Stufen am Ufer führen an den Kanal heran und machen die Verwebung von Land und Wasser erlebbar. Eine Promenade erschließt im Norden sämtliche Freiraumabfolgen und nimmt dabei die aus dem Quartier und den Grünzäsuren kommenden Wege auf.

Projektdaten

  • Beauftragte Leistungsphasen: 1-3
  • Planungszeit: Okt 2010 – März 2011
  • Standort: Leipzig
  • Überplante Fläche: 9 ha

Besonderheiten

  • Stadtentwicklung/ Quartiersentwicklung/ Stadtplanung
  • städtebauliche Analyse
  • städtebauliches Gesamtkonzept
  • Bebauungsplan
  • heterogene Bebauung

Städtebaukonzept für Stadtquartier am Wasser in Leipzig: Perspektive 1

Städtebaukonzept für Stadtquartier am Wasser in Leipzig: Perspektive 1

Städtebaukonzept für Stadtquartier am Wasser in Leipzig: Perspektive 2

Städtebaukonzept für Stadtquartier am Wasser in Leipzig: Perspektive 2

Städtebaukonzept für Stadtquartier am Wasser in Leipzig: Landschaftsplan

Städtebaukonzept für Stadtquartier am Wasser in Leipzig: Landschaftsplan

Städtebaukonzept für Stadtquartier am Wasser in Leipzig: Ansichten Westen und Osten

Städtebaukonzept für Stadtquartier am Wasser in Leipzig: Ansichten Westen und Osten